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Bekanntlich führen viele Wege nach Rom. Doch wie sahen diese Wege aus, die die Römer nicht nur nach Rom, sondern in unserer Gegend auch von Basel über Straßburg, Rheinzabern, Speyer, Mainz, Köln und Xanten bis zur Rheinmündung führten? Mit dieser Frage beschäftigten sich 22 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 12 des Gymnasiums des Pamina-Schulzentrums Herxheim im Rahmen der Projektwoche vom 9. bis 12. September 2002. Im Zentrum der fünf Projekttage stand der Bau des Modells einer römischen Straße (3 Tage) sowie eine Exkursion zur Römerstraße im Bienwald mit Besichtigung des 15. und 16. Leugensteins, der Brennöfen und des Terra Sigillata-Museums in Rheinzabern.
Der Bau des Straßenmodells 1. Der Rahmen Das Straßenmodell wurde auf ein ca. 2 m langes und 80 cm breites stabiles Holzbrett gebaut, das mit einem 10 cm hohen Rahmen umgeben ist. Dünnere Holzleisten markieren die Straßenbreite (ca. 20 cm). Das Brett wurde durch unten angeschraubte Kanthölzer zusätzlich stabilisiert und auf der Oberfläche mit PCI-Isoliergrundierung vorgestrichen.
Damit der schichtenweise Aufbau einer römischen Straße zu erkennen ist, wurden die einzelnen Schichten versetzt angeordnet. In der Realität ist selbstverständlich nur die oberste Schicht – im Modell die fünfte (Straßenbelag außerhalb der Ortschaft) und sechste Schicht (Straßenbelag innerhalb der Ortschaft) – zu sehen. Bei der Konstruktion ist darauf zu achten, dass der Höhenunterschied der Schichten deutlich wird. Um Material und Gewicht zu sparen, wurden Styropor-Platten, die es in verschiedenen Dicken im Baumarkt gibt, zur Unterfütterung verwendet. Diese dienten auch als Untergrund für die Randgestaltung. Für die erste Schicht wurde Fliesenkleber auf das Brett gestrichen. In diesen legten die Schülerinnen und Schüler dicht würfelförmige Steine mittlerer Größe. Die verbleibenden "Fugen" wurden mit Feinkies gefüllt. Die zweite Schicht besteht aus kiesigem Lehm, der mit Sand und Feinkies bestreut wurde. Es ist wichtig, den Lehm regelmäßig zu besprühen, da er sonst Risse bekommt. In der Natur wird diese Schicht durch das versickernde Regenwasser feucht gehalten.
Die vierte Schicht besteht wieder aus Lehm, der allerdings mit etwas mehr Sand und Kies als in der zweiten Schicht versetzt wurde. Die fünfte Schicht - feiner (dunkler) Kies auf Fliesenkleber - stellt die oberste Schicht der Straße außerhalb der Ortschaft dar. Innerhalb der Ortschaft besteht der Straßenbelag (sechste Schicht) aus sehr flachen ovalen Steinen, die ebenfalls mit Fliesenkleber fixiert wurden. Die Römerstraße in Vienne weist zum Beispiel eine solche Oberfläche auf. Jede Schicht der römischen Straße muss gut verdichtet und planiert werden. Wir benutzten dazu ein Holzreststück des Modellrahmens, mit dem die einzelnen Schichten angedrückt wurden. 3. Die Randgestaltung Am Straßenrand deuteten die Schülerinnen und Schüler Felder mit Isla-Moos und farbigem Aquariensand an. Ebenso bastelten sie aus kleinen Zweigen und Isla-Moos Bäume. Vor die Ortschaft wurden Grabsteine mit lateinischen Inschriften gestellt. "Highlight" unseres Modells sind eine Tierkoppel aus kleinen Mauersteinen, die die getöpferten Tiere beherbergt, ein aus Holzresten selbst gezimmertes römisches Haus sowie der 15. Leugenstein, der selbstverständlich nicht fehlen durfte.
Das fertige Straßenmodell wurde am die Projektwoche abschließenden Präsentationstag ausgestellt. Dass die Römer nicht nur die Kunst des Straßenbaus beherrschten, sondern auch kulinarisch einiges zu bieten hatten, davon konnten sich die Besucher beim Kosten von Moretum (angemachter Schafskäse) und Lenticulam de castaneis (Kastanien-Linsen-Gericht) überzeugen. ![]() |
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