| "Deutsche Weine – ein Lesebuch zum Genießen“ liegt als das beachtenswerte
Ergebnis eines der Projekte vor. Das PAMINA-Schulzentrum in Herxheim hat
es zusammen mit Schulen in Frankreich und Italien erarbeitet. Seit fünf
Jahren nimmt die Schule an den Sokrates-Comenius-Projekten der Europäischen
Union teil und darf dafür jetzt ein Schild tragen, das auf dieses
Programm hinweist und das Schulleiter Lothar Bade voller Stolz an seinem
Haus anbringen lassen konnte.
Das pädagogische Ideengut der beiden Philosophen soll der grenzübergreifenden Projektarbeit ihre Impulse geben, wie Bade zum Hintergrund sagt. Es handelt sich dabei um ein Aktionsprogramm der Europäischen Union für die Zusammenarbeit im Bildungswesen, dessen zweite Phase seit Januar 2000 noch bis 2006 läuft und sich dem Ausbau der „europäischen Dimension der Allgemeinbildung auf allen Ebenen“ widmet. Damit einher gehen soll die Förderung von Sprachkenntnisse, aber auch der Zusammenarbeit und Mobilität im Bildungswesen, vorrangig durch Austausch zwischen Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Die EU übernimmt die wesentlichen Kosten der Projekte, aber auch die Schulträger und die Schulen selbst müssen durch Eigenleistungen das ihre zu den finanziellen Lasten beitragen. Natürlich ist es der Wein nicht allein, mit dem sich die Schule zusammen mit ihren jeweils nach den einzelnen Vorhaben wechselnden Partnern beschäftigt hat und beschäftigt. Im Augenblick wird ein Themenkreis „Kreatives Schreiben“ bearbeitet, der die Komplexe Umwelt und Gesundheit zum Schwerpunkt gewählt hat. Von Herxheim aus und zu Herxheim hin sind nach den Worten von Studiendirektor Bade auf der Basis der Sokrates-Comenus-Porfjekte viele Beziehungen von Schulen geknüpft worden, die alle das Leitziel verfolgen, verständnisvolle Europäer zu erziehen und Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen zu wecken und zu festigen. Dabei sollten Heimatverbundenheit und Weltoffenheit gleichwertig nebeneinander stehen. Die Wegen, auf denen die Schulen als Partner zueinander finden, sind unterschiedlich. Herxheim, wo die europäischen Themen in den drei Schularten Gymnasium, Realschule und Hauptschule zugleich behandelt werden, hatte bereits Beziehungen zu Schulen in Dijon in Frankreich und Ilfracombe in England unterhalten, ehe eine katholische Privatschule in Rom und Schulen in Tschenstochau (Polen) und Budapest (Ungarn), aber auch in Palanga (Litauen) und Strasnieza (Tschechien) hinzu traten. „Noch punktuell“ sind nach den Worten von Lothar Bade die Kontakte nach Mailand in Italien und Delft in den Niederlanden. Die Schulen nutzen alle möglichen Wege der Kontaktaufnahme bis hin zur Partnersuche im Internet. Derzeit liegt in Herxheim eine Anfrage aus Athen vor, wo die Homepage des Schulzentrums Aufmerksamkeit gefunden haben muss. Die Schulen stellen dabei einander nach Profilschwerpunkten und Projektideen vor. Manchmal kommen die Beziehungen aber auch ganz anders zu Stande; die nach Budapest erwuchsen beispielsweise aus chormusikalischen Verbindungen, die Tschechen haben von sich aus angefragt und für Polen ist eine Koordinierungsstelle in Trier hilfreich. Lehrertreffen aller an den einzelnen Projekten beteiligten Schulen bereiten die Bearbeitung der Themen vor; die Aufgaben werden verteilt, die Ergebnisse wiederum bei gemeinsamen Treffen präsentiert, bei denen 15-köpfige Schulgruppen in Erscheinung treten. Das erfordert von der Gesamtschule besondere Anstrengungen und Verköstigung der Schülerinnen und Schüler. Sie organisiert aber auch den inhaltlichen Teil. Offiziell laufen Kontakte über den Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz. Sokrates, der griechische Weise, und Comenius, der tschechische Theologe, stehen für die philosophische, zeitliche und geografische Weite der Vorhaben, die europäische Schulen unter beider Namen zusammenführen. Das Pamina-Schulzentrum erweist sich nach der Intensität und dem Rang der Beiträge als würdiger Träger der Kennzeichnung. |
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